Burgen, Seen und Kirchen im Zipserland
Möllersdorf
Am 17. Oktober fuhr eine 35-köpfige Gruppe unter der Leitung von Wolfgang Pristou vom TURNVEREIN BADEN 1862 und Obfrau der NÖs Senioren Traiskirchen Beate Schandel ins Zipserland. Einige Mitglieder der Naturfreunde Traiskirchen waren ebenso mit von der Partie.
Die historische Region Zips befindet sich in der nordöstlichen Slowakei und umfasst den östlichen Teil des Hochgebirges Hohe Tatra und die Gebiete östlich davon.
Die meisten Zipser Städte haben ihren Ursprung in deutschen Stadtgründungen, in der Unterzips vor allem Bergstädte, die oft ältere slowakische Siedlungen eingliederten. Die ursprünglich hauptsächlich slawisch-altslowakische Bevölkerung in diesem Gebiet war beim Mongoleneinfall 1241/42 dezimiert oder vertrieben worden. In der folgenden zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts, zu geringem Anteil in der Unterzips schon in der gegen Ende des 12. Jahrhunderts, siedelten die ungarischen Könige deutschsprachige Siedler an. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Zips wieder ein Teil der Tschechoslowakei.
Bei herrlicher Herbststimmung sowie blauem Himmel und guter Laune startete das frohgemute Trüppchen nach Levoca (Leutschau), der "Königin der Zips" mit ihren wunderschönen Bürgerhäusern, Palais und romantischen Innenhöfen. Wegen des gut erhaltenen Stadtzentrums wurde Levoca 2009 in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Im Hotel Arcada wurde sodann Quartier bezogen. Alle waren bestens untergebracht und auch die Verpflegung stimmte. Nach dem Mittagessen wurde die Zipser Burg, eine der weitläufigsten Burganlagen Europas, besucht.
Am nächsten Tag erfolgte der Ausflug nach Strbske Plesko samt idyllischem Spaziergang rund um den Bergsee, Panoramafahrt durch die Hohe Tatra nach Zdiar, wo für die Besucher eine „Goralische (bergische) Hochzeit“ mit festlicher Bewirtung nach empfunden wurde. Obfrau Beate Schandel, bestens in eine herrliche handgearbeitete Tracht gekleidet, mimte die stolze Schwiegermutter.
Am Nachmittag erfolgte ein Stadtrundgang in Kezmarok samt Besichtigung der evangelischen Artikularholzkirche und der evangelischen neuen Kirche aus 1894.
Weiters wurden die Kirche in Zehra mit wunderbaren originalen Fresken sowie die beeindruckende Zipser Burg besucht.
Am vorletzten Tag ging es noch zum Roten Kloster (Cerveny Klastor), es gab eine feuchtfröhliche Floßfahrt am Fluß Dunajec und einen Besuch im Freilichtmuseum in Stara Lubovna. Und damit war die schöne Fahrt unter Freunden auch schon vorbei.
