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Gemeindegruppe Mauerbach

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Aktuelles aus den Bezirken

Thüringen - ein Reisebericht in Reimen


Hollabrunn

Hollabrunn


Sonntag, 7.9., Es klingt so schön in unsren Ohren: Wir reisen mit NÖs Senioren. Thüringen als Ziel war ausgesucht, und so war's ziemlich gut gebucht. Um sechs Uhr ging es pünktlich los und Schmucki führt gewohnt famos. Bald gab's Kaffee im Autobus, das war wie immer ein Genuss, und bei der ersten Pause dann rückt Schmucki mit den Würschtln an - ein tolles 4-Gang-Angebot: Würstel, Senf und Kren und Brot. Mittagsrast wird auch gemacht, danach der Apotheker lacht: Apfel und Birne – nicht in Pillen! - tut flüssig er in Stamperl füllen. Ein Schläfchen nach den Mittagsmahlen hat viele von uns bald befallen. Der Rest des Nachmittags gehört dem Schmucki, der uns sicher fährt zum Zielort – Oberhof er heißt, den ganzen Tag sind wir gereist, Thüringerhof heißt unser Haus. Wir steigen redlich müde aus. Als nächstes drauf beziehen wir in dem Hotel unser Quartier. Unglaublich reichlich und adrett zeigt sich am Abend das Büfett, sodass noch einmal zum Verdauen alle zur Apotheke schauen. Und schließlich, hörte ich die Kunde, gab's noch im Kurpark eine Runde. Montag, 8.9., Das Buffet zum Frühstück gar genauso groß wie gestern war. Ganz kommod war unser Start, erst um 1/2 10 beginnt die Fahrt. Im Bus liegt auf den Sitzen schon das Horcherl für den guten Ton. Guide Hubert zeigt darauf uns bald die Brücken im Thüringer Wald, erzählt von Winden, welche rasen und PKWs hinunter blasen. Daraufhin kommen wir auch dann im Dichterstädtchen Weimar an. Hier Goethe, Schiller fruchtbar walten vom Großherzoge ausgehalten. Bauhaus mit Gropius; Sebastian Bach und beide Lukase Cranach; sie alle wirkten mit Geschick. Die Gründung auch der Republik erfolgt hier im Theater gar nach dem Krieg im 20ger-Jahr. Der Rundgang in der schönen Stadt uns allen sehr gefallen hat. Ziemlich erschöpft sind alle eh, drum gibt’s bis Erfurt dann Kaffee. Auch Erfurt wird an diesem Tage von uns besichtigt, keine Frage! Fachwerkhäuser, alte Plätze, Fischmarkt und Fassadenschätze, Krämerbrücke, Gerafluss, Lokalbesuch mit Eisgenuss, als Draufgab' noch der Dom ganz schnell, dann zu dem Bus zur Einstiegstell'. Z'rück im Hotel wart't unterdessen bereits auf uns das Abendessen. Zur Nachbesprechung bei der Nacht ward „Pharmazeutisches“ gebracht, wobei – weil freundlich sie verweilten - wir auch ein paar Passanten „heilten“. Dienstag 9.9., Nach dem Frühstück, um halb zehn, wird's heut wieder weiter gehn. Rodelbahn und Sporthotel erklärt der Hubert uns ganz schnell, Oberhofens Schanz' zum Sprung erhält von uns Bewunderung. Die Fotos werden gleich gemacht und dann nach Hause mitgebracht. Im grünen Walde schließt bald an die große Bob- und Rodelbahn. Viel Euro wurden hier verbaut, Minister hab'n vorbeigeschaut, gefördert wird der Spitzensport. Ist Sport gesund? Oder doch Mord? Kletterwand am Stadtplatz, Haus schaut wie Bügeleisen aus. Viel Prominente waren hier und zwanzigfünfundzwanzig - wir. Langlaufhalle voller Eis Hubert zu erklären weiß. Den Winter lassen wir zurück, draußen ist Sommer – unser Glück! Bald darauf geht’s weiter schon zum Stadion für Biathlon. Im Walde gab's in alter Zeit die Regel für die Fuhrwerksleut: Vormittags geht’s nur bergan, am Nachmittag geht’s talwärts dann. Ohrdruf heißt die Spielzeugstadt, wo man voreinst erfunden hat das Schaukelpferd zum Voltigieren und Puppenaugen, die verführen. Als nächstes Ziel die Gruppe hat mit Eisenach die Lutherstadt. St. Georg auf dem Brunn' mit Drach' bewacht sein Städtchen Eisenach. Der große Bach ist hier geboren, das alte Haus ging längst verloren. Luther musste fleißig sein, er lernt' in Eisenach Latein. Dem Mittagshunger kommt man bei mit Süßem aus der Bäckerei. Das Auto in der DDR hieß Wartburg. Aber noch viel mehr erwartet uns das Allerbeste - die Wartburg, eine starke Feste. Hoch auf dem Berge kann man seh'n die Wartburg über'm Lande stehn. Die einen kommen hoch zu Fuß die andern mit dem Shuttle-Bus. Die Burg ist insgesamt sehr prächtig die Mauern fest gebaut und mächtig. Elisabeth hier heilig blieb, der Luther seine Bibel schrieb, stolze Ritter feierten die Feste, Minnesänger gaben hier das Beste. Studenten haben froh besungen, dass der Napoleon bezwungen. Und dann zum Ende des Verfalles hat restauriert man endlich alles. Es war sehr schön, fast ideal, dass es dann regnt, ist uns egal. Beim Heimfahr'n zwischen Kreisverkehren da können wir von Hubert hören von Wäldern groß und auch privat und wie sich das entwickelt hat. Wir lernen auch, dass hier im Wald es Wölfe gibt mit Nachwuchs bald, und Luchs sucht Lüchsin manchmal schon in dieser schönen Region. Und weil er nichts mehr reden will gibt’s „Volksmusik Thüringer Stil“. Zur Nachbesprechung abends fein finden sich wieder viele ein, um wie gewohnt in frohen Runden die Apotheke zu erkunden. Und außerdem berichtet wird: die Sauna wurd' noch frequentiert. Mittwoch 10.9., Frühstück gibt’s in Saus und Braus, man kennt sich beim Buffet schon aus, findet schnell alles, wird bald satt. Die Abfahrt findet pünktlich statt. Wir hören, hier wird in der Nacht Original-Bratwurst gemacht, die dann innert Tagesfrist auch wirklich zu verkaufen ist. Idyllisch ist's Luisental, der Hubert spricht vom General, von Adolf Hitlers Hauptquartier, auch von den Russen hören wir, und Bomber der US-Armee sind abgestürzt aus großer Höh'. Den Weg bis an das Ziel entlang ertönt im Bordfunk Volksgesang. Bad Langensalza herzlich grüßt, das mit dem Bus erreicht nun ist. Elf Türme stehen in der Stadt, das Schloss 'nen tollen Garten hat, die Kirche ganz aus Travertin. Wir bummeln über'n Markt dahin bis wir beim Rathaus sehen viel Glocken von dem Glockenspiel. Die preußisch' Elle oder Fuß als Maß erstaunt durch Überfluss. Hierauf am Markte geht’s „zu Tisch“ mit Bratwurstbrötchen oder Fisch. Als Abschluss gibt es dann im Bus Kaffee mal mit mal ohne „Schuß“. Nach Gotha sind wir dann gefohren zur Alten Post, zum Haus am Mohren, Orangerie, Museumshaus, Schloss Friedenstein sieht prächtig aus. Die Brunnenlandschaft „Wasserkunst“ war ohne Wasser, aber sunst war toll zu sehen, was die Stadt Gotha allseits zu bieten hat. Für die Erschöpften zum Genuss wartet Kaffee im Autobus. Die Zeit verkürzt für uns im Sitzen Hubert mit Musik und Witzen, der dann, wie es kommen muss, Abschied nimmt von unserm Bus. Es tröpfelt leicht, das macht nichts aus, denn heute sind wir früh zu Haus in Oberhof, das jeder kennt. Was jetzt kommt, heißt: Shopping-Event. Geschäfte, Glasstube, Boutiquen müssen wir doch noch beglücken, damit wir aus dem Land Thüringen noch Krims und Krams nach Hause bringen. Der Tag geht langsam nun zu End'; 's Buffet wie immer – opulent! Die Eindrücke von diesem Tage muss man besprechen, keine Frage! Wo das wohl am besten geht? Die Apotheke offen steht, damit wir hier in frohem Kreise besprechen können unsre Reise. Doch muss man noch – das Ende naht - die Koffer packen, in der Tat. Do 11.9., Relativ sehr früh am Morgen sind die Koffer zu versorgen. Frühstück nochmals vom Buffet, zur Sicherheit noch auf's WC, Schlüssel an die Rezeption und dann geht es heimwärts schon. Oberhof hüllt Nebel ein, da wollen wir nicht länger sein. In Coburg, dieser schönen Stadt, die Gruppe sich gedrittelt hat, dass wirklich alle können hören, was unsre Guides uns so erklären. Prinz Albert, Rathaus, Markt und Schloss. Ein Fuß ist hier die Bratwurst groß! Die Ehe von dem Schani Strauß war hier nach Glaubenswechsel aus. Und stellt euch bitte einmal vor, beim Rathaus vor dem großen Tor hat der, der Oberbürgermeister ist, uns Gäste in der Stadt freundlich begrüßt. Zu nützen noch die Mittagsstund' gibt’s Bratwurst, Zwiebelkuchen und den Mohrenkopf – welch böses Wort! Doch heißt er so in Coburg dort. Pünktlich traten alle an zur Heimfahrt. Ab jetzt Autobahn. Kaffee im Bus gibt es bald wieder und für vielleicht verkühlte Glieder gibt’s dann – das ist das Allerbeste - noch die Medikamentenreste. Der Schmucki führt uns rasch voran, im Bus fängt jetzt das Schlafen an. Ab jetzt gibt’s nur noch Pinkelpause, vielleicht auch eine kleine Jause, bis wie geplant am Abend dann in Hollabrunn wir kommen an. Ein Dankeschön sei nun gesagt an alle, die sich wohl geplagt, damit die Reise kam zustand' nach Thüringen im deutschen Land. Dass diese Fahrt gelungen ist, bestätigt gerne der Chronist.